Energie, Umwelt, Klima – Aufbruch statt Stillstand

Strom aus erneuerbaren Energien: ein Beitrag für eine klimabewusstere Zukunft.

Wo wir standen

  • Erneuerbare Energien? Das gab es in der Stadt Wadern (bis auf private Initiativen) bis 2014 nicht. Kein Windrad, keine Freiflächen-Photovoltaikanlage… nichts.
  • Eine kommunale Wärmeplanung hielt niemand für nötig. Angesichts von billigem Öl und Gas war es bequem, weiterzumachen wie gehabt. Die Frage nach zukunftsträchtigen Alternativen stellte sich nicht. Der Klimawandel war etwas Abstraktes, nicht wirklich Greifbares. Wetter war das, was draußen passiert. Und Wetter ist nun einmal launenhaft.

Wo wir stehen

  • Inzwischen wissen wir es besser. Der Klimawandel lässt sich nicht mehr leugnen. Maßnahmen dagegen zu ergreifen ist unabdingbar geworden. Eine Menschheitsaufgabe und eine Generationenfrage, der auch wir uns vordringlich stellen müssen.
  • Die Energiewende ist in vollem Gange. Sie wird forciert durch die Krisenentwicklungen weltweit, die fossile Brennstoffe von jetzt auf gleich zu einem teuren und nicht mehr so ohne Weiteres verfügbaren Gut gemacht haben.
  • Es ist für mich eine Selbstverständlichkeit, dass die Stadt mit gutem Beispiel vorangeht. So werden aktuell Millionenbeträge in die energetische Sanierung von Kindertagesstätten und Schulen investiert.
  • Die Stadt Wadern verfügt über zwei E-Fahrzeuge. Auf lange Sicht soll der Fuhrpark der Stadt komplett auf E-Mobilität umgestellt werden.
  • Wir haben uns als Stadt der Herausforderung gestellt, regenerative Energie zu fördern. Und tun das auch weiterhin. Bei meinem Amtsantritt gab es eine private Photovoltaikfreiflächenanlage. Windkraftanlagen waren Fehlanzeige. Heute gelingt es der Stadt Wadern, sich – zumindest was ihre privaten Haushalte angeht – rein rechnerisch „autark“ mit Strom zu versorgen. Eine Entwicklung, die so vor einem Jahrzehnt viele für völlig utopisch hielten. Dennoch haben wir es geschafft! Allen Unkenrufen zum Trotz! Wo andere ohne Not den „Wildwuchs von Photovoltaikanlagen“ heraufbeschworen haben, habe ich von Anfang an auf den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern gesetzt, wenn es darum ging, erneuerbare Energien zu etablieren. Der Erfolg im Konsens spricht für sich. Mit sechs Windkraftanlagen und fünf Freiflächenphotovoltaikanlagen in Betrieb (und drei weiteren in Projektion befindlichen Anlagen) brauchen wir uns in Sachen erneuerbare Energien wahrlich nicht zu verstecken. Den Kurs des aufsuchenden Bürgergespräches werde ich auch bei künftigen Projekten zur Förderung der Energiewende beibehalten.
  • Die Verwaltung hat unter meiner Führung die kommunale Wärmeplanung auf die Agenda gesetzt. Der Stadtrat hat den Beschluss gefasst, in diese Richtung zu gehen. Entsprechende Förderanträge sind gestellt. Wichtig wird es sein, aus den Ergebnissen der Untersuchungen die richtigen Schlüsse zu ziehen. Und das in enger Kooperation mit unseren Nachbargemeinden. Ein Weiterso kann es angesichts von exorbitanten Rohstoffpreisen und den mittlerweile für jeden und jede sichtbaren Klimaveränderungen nicht mehr geben.
  • Dass der Klimawandel und damit einhergehende Wetterphänomene wie Starkregen, schwerste Stürme und Dürreperioden auch vor unseren Stadtgrenzen nicht halt machen, haben uns die durch Starkregen verursachten Überschwemmungen der vergangenen Jahre und die damit einhergehenden immensen Schäden an Privathäusern und der kommunalen Infrastruktur in dramatischer Weise vor Augen geführt. Die Stadt Wadern hat ein Klimaschutzkonzept erarbeitet, das von zwei Klimaschutzmanager/inne/n in extra dafür geschaffenen Stellen umgesetzt werden soll und wird. Dazu gehört auch das ausgearbeitete Vorsorgekonzept für Hochwasserschutz, das helfen soll, das Überschwemmungsrisiko einzudämmen und schwere Schäden möglichst zu vermeiden.

Wo wir hinmüssen

  • Ich trete in aller Entschiedenheit für den Ausbau der regenerativen Energien ein, sowohl was Windkraft als auch Photovoltaik angeht.  Dabei ist klar, dass da, wo Licht ist, auch Schatten ist: Die Energiewende ist nicht zu haben ohne Beeinträchtigungen in unserem Alltagsleben. Hier das Machbare mit dem Möglichen und Verträglichen zu verbinden, wird die ebenso spannende wie anspruchsvolle Aufgabe der nächsten Jahre sein.
  • Auf die Theorie muss die Praxis folgen. Unser Klimaschutzkonzept ist die Gebrauchsanleitung dafür, wie wir uns in Sachen Ökologie, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung dauerhaft aufstellen müssen. Das wird keine Aufgabe auf Zeit, sondern eine immerwährende Herausforderung werden.
  • Unser Ziel muss es sein, auf möglichst vielen Dächern städtischer Gebäude Photovoltaikanlagen zu etablieren. Dafür müssen die Gebäude aber oft erst einmal saniert werden bzw. die Dachflächen in der Tragfähigkeit ertüchtigt werden. Genau daran arbeiten wir derzeit intensiv, so dass auf einer ganzen Reihe von Gebäuden in naher Zukunft Photovoltaikanlagen installiert werden können. Dieser Kurs wird unter meiner Führung fortgesetzt werden.