Information, Kritik, Lob – Wissen, was läuft!

Offenheit und Transparenz schaffen Vertrauen. Und sind unabdingbar für eine bürgernahe Verwaltung.

Wo wir standen

  • Die Kommunikation der Stadtverwaltung mit ihren Bürgerinnen und Bürgern beschränkte sich über Jahrzehnte nur auf das Amtliche Bekanntmachungsblatt und war zudem – schon der Form wegen – eine ziemlich einseitige Angelegenheit. Probleme wurden dann thematisiert, wenn sie akut wurden oder öffentlich, zum Beispiel in der lokalen Presse, diskutiert wurden. Potenzielle Streitthemen vorab proaktiv aufzugreifen und im Bürgerdialog einen Konsens herbeizuführen, gehörte lange Zeit nicht zum Politikverständnis.
  • Das hat sich erst geändert, als das Internet die Welt – und damit auch die Politik und den Umgang der Verwaltungen mit den Bürgerinnen und Bürgern – revolutionierte. Hier war die Stadt Wadern frühzeitig mit einem Auftritt präsent, der seinesgleichen suchte.

Wo wir stehen

  • Es war mir als Bürgermeisterkandidat und ist mir als Bürgermeister ein Anliegen, Themen dann aufzugreifen, wenn sie sich anschicken, in der öffentlichen Diskussion eine Rolle zu spielen. Auch ohne Druck von außen, auch ohne große Resonanz in den lokalen Medien. „Reden wir über…“ heißt meine Rubrik im Amtlichen Bekanntmachungsblatt, die ich seit 2014 sehr regelmäßig „füttere“. Es ist der Versuch, den Bürgerinnen und Bürgern eine Welt zu erklären, die sich uns nicht immer auf den ersten Blick erschließt: Warum wurden die historischen Lampen auf dem Marktplatz durch moderne ersetzt? Wie oft werden die verschiedenen Containerplätze in der Stadt Wadern gereinigt? Warum dauerte es so lange, bis sich der Landesbetrieb für Straßenbau aufrafft, eine Ampelregelung an einem defekten Brückenbauwerk einzuführen? … Es sind solche Alltäglichkeiten, die bewegen und zuweilen auch die Gemüter erhitzen. Sie aufzugreifen und zu thematisieren, selbst dann, wenn die Stadt Wadern nicht in der Verantwortung steht, ist mir wichtig. Diese Stadt, das sind wir alle. Darum geht es! Und Wissen schafft Gemeinschaft. Das ist die Botschaft.
  • Die Rubrik „Der Bürgermeister informiert“ ist nicht nur im Amtsblatt zu finden, sie wird auch auf unserer Internetseite gespiegelt und auch über Facebook und – wenn es thematisch passt – auch via Instagram.
  • Die Welt verändert sich rasant und wir uns mit ihr. Die Stadt Wadern hat einen (in Bezug auf die Bevölkerungszahl) der landesweit erfolgreichsten Facebook-Kanäle. Sie ist auf Instagram vertreten. Denn bei aller – durchaus berechtigen Kritik – an den Umgangs- und Darstellungsformen in den Sozialen Medien stellen diese für uns ein wichtiges Bindeglied dar, um Bürgernähe zu schaffen. Wir nehmen dort Kritik auf, wir antworten auf Fragen und leben Gemeinschaft. Vom jährlichen Adventskalender bis hin zu Wetterwarnungen: Wir wollen und wir sind immer ganz nah dran an den Menschen.
  • Die Stadt Wadern setzt unter meiner Führung auf eine proaktive Informationspolitik. Das heißt, wir warten nicht, bis Probleme so drückend werden, dass eine öffentliche Diskussion via Medien ablaufen muss, sondern stellen uns den Themen vorab im aufsuchenden Bürgerdialog. Das gilt für die Diskussion über Schulbezirke ebenso wie bei den Themen Windkraft oder Gebührenerhebung im Rahmen des Gehwegeausbaus, um nur diese Beispiele zu nennen. Wir gehen überall hin, reden mit allen, die dazu bereit sind, und suchen auch von uns aus das Gespräch. Das hat in der Politik Seltenheitswert!
  • Der persönliche Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern ist mir ein besonderes Anliegen. Mich kann man immer ansprechen. Davon machen auch ganz viele Gebrauch. Ob auf Fahrrad-Sommertouren oder freitagmorgens auf dem Frischemarkt. Wer etwas wissen will, fragt mich einfach.

Wo wir hinmüssen

  • Die Medienwelt verändert sich rasant. Facebook ist gekommen und wird irgendwann auch wieder gehen. Gleiches gilt für Instagram, TikTok, Snapchat und wie sie alle heißen mögen. Wenn morgen ein neue Medienkanal erfunden wird, den wir sinnvoll bedienen können, werden wir das auch tun.
  • Sinnvoll bedienen heißt, auch die entsprechenden personellen Ressourcen zu haben, um echte Informationspolitik zu betreiben. Hier sind wir bislang gut aufgestellt und werden alles daransetzen, weiter mit der technischen Entwicklung mithalten zu können.
  • Gerade die Sozialen Medien haben für Verwaltungen einen Kanal geschaffen, nah an ihren Bürgerinnen und Bürgern zu sein. Facebook und Co. werden die Information via Printmedien auf absehbare Zeit nicht ersetzen, sie ergänzen sie aber. Und sie sind ein wichtiges Mittel, um Politikverdrossenheit und pauschaler Ablehnung vorzubeugen und Themen mit Konfliktpotenzial frühzeitig den Zündstoff zu nehmen – bevor die Dinge eskalieren. Wenn Verwaltungen sich als Dienstleister verstehen, dann tun sie gut daran, die Bürgerinnen und Bürger bei Entwicklungen mitzunehmen und ihnen die immer komplexer werdenden Prozesse verständlich zu machen. Das Medium ist dabei sekundär. Entscheidend ist der Wille, so zu verfahren. Genau das werden wir als Stadtverwaltung unter meiner Führung weiter tun.