Krankenhaus

Das Thema „medizinische Versorgung“ bleibt auch in den kommenden Jahren ein Dauerbrenner.

Dass das Krankenhaus in Wadern nicht zu halten sein würde, zeichnete sich schon vor meiner Amtszeit ab. Darauf habe ich im Vorfeld der Bürgermeisterwahl 2014 nachdrücklich hingewiesen – und mir damit jede Menge Ärger und politischen Gegenwind eingehandelt. Letztendlich habe ich – leider – Recht behalten. Das Krankenhaus schloss Ende November 2017 für immer seine Pforten, mittlerweile ist das Gebäude abgerissen, nichts erinnert dort mehr an einen Krankenhausstandort. Für mich stand von Anfang an fest, dass es sich nicht lohnt zurückzublicken, sondern dass wir es vielmehr schaffen müssen, neue Wege zu gehen, um eine sinnvolle, bedarfsgerechte medizinische Versorgung im Nordsaarland zu gewährleisten.

Mit der nach der Schließung der St.-Elisabeth-Klinik gegründeten BI Nordsaarlandklinik weiß ich hier einen kompetenten und engagierten Partner an der Seite der Stadtverwaltung. Die Forderung ist klar: Entweder schaffen wir es, in Kooperation mit der SHG eine Portalklinik mit Haus- und Fachärzten sowie stationärer Versorgung für leichtere Fälle zu etablieren, oder die Landesregierung muss – zum Beispiel im Fall einer dauerhaften Schließung der SHG-Klinik in Merzig – ein komplettes Klinikzentrum am strategisch wichtigen Standort Wadern realisieren. Mittlerweile habe ich zu diesem Thema rund 350 Termine unterschiedlichster Art absolviert. Mit vielen Verhandlungen, Zusagen und auch Enttäuschungen. Die Lage ist – auch aufgrund der bundespolitischen Entwicklung – sehr komplex. Aber aufgeben ist nicht! Ich werde nicht ruhen, bis die medizinische Versorgung der Bevölkerung in unserer Region so aufgestellt ist, wie es das grundgesetzlich verbriefte Recht auf gleiche Lebensverhältnisse im Land vorsieht.